Im Profil: Christina Bösenberg – Expertin für Leadership 3.0

Führen will gelernt sein. Das weiβ auch unsere Rednerin Christina Bösenberg nur zu gut und bringt ihre über 15 Jahre Management-Erfahrung als Coach und Beraterin für Unternehmensentwicklung in DAX- und Fortune-100-Unternehmen ein. Wir haben sie befragt – zu ihrem Spezialwissen, ihrer Motivation und ihren Erfahrungen als Rednerin.

WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Die Women Speaker Foundation vermittelt Frauen als Rednerinnen oder Moderatorinnen, um auf den Bühnen dieser Welt für mehr Vielfalt zu sorgen. Was ist Ihre Spezialität?

Christina Bösenberg: Meine Spezialität ist Entwicklung, neue innovative Konzepte und transformierende Methoden für Führungskräfte, Top Management, Unternehmer aller Ebenen und Personaler. Mein Credo war schon immer „Auf zu neuen Ufern“, also neue Denkräume öffnen, Neuland beschreiten, Wandel initiieren. Dies tue ich vor allem in der Wirtschaft. In meiner täglichen Arbeit als Beraterin im Bereich Leadership Development und als Executive Coach bewegt mich, wie Unternehmen im globalen Wandel bei höchstem Tempo strategisch Entwicklung gestalten können, die zeitgemäß und innovativ ist .. und die vor allem die Mitarbeiter engagiert mitnimmt und einbindet.

Sie sind Expertin für innovative Führungskonzepte in dieser schnellen komplexen Zeit. Wie kommt man dazu?

Neue Zeiten brauchen neue Methoden. Nach Jahren als Managerin in der Industrie, sehe ich nun international Führungskräfte, die sich alle in zunehmend schneller und komplexer werdenden Markt-und Wettbewerbs-Umgebungen bewähren müssen. Seit Jahren merke ich, dass die herkömmlichen Methoden und Konzepte nicht ausreichen, um hier erfolgreich zu sein. Neue Ansätze sind gefragt, um Mitarbeiter und andere Stakeholder engagiert und motiviert zu halten und ständig Paradoxien auszugleichen. Durch meine eigene Führungserfahrung und durch die jahrelange Arbeit mit Fortune 100 Unternehmen kann ich täglich abgleichen, was funktioniert und was nicht und gemeinsam mit Kunden mit neuen Führungs- und Personal-Konzepten experimentieren. Diese Erkenntnisse gebe ich auch in meinen Vorträgen über Leadership 3.0 weiter.

Diversity, also Vielfalt, leisten sich hierzulande nur ganz wenige Unternehmen. Dabei beweisen Studien immer wieder, dass z.B. gemischte Teams wesentlich effizienter
arbeiten. Was ist Ihre ganz persönliche Idee, um „bunt“ dem Management schmackhaft zu machen?

Ich bin eine Freundin von gelebten Beweisen. Je mehr Frauen sich proaktiv und auf ihre Art im Management etablieren, desto weniger Angst vor dieser Neuerung. Also weniger Überzeugungsarbeit und Marketing, mehr Mehrwert leben. Wenn ich überhaupt mit Top-Managern darüber diskutiere, dann argumentiere ich mit einer erhöhten Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft durch Perspektivenvielfalt. Wer immer hier den ´magic key´ hat, bitte Signal an mich! ;-)

Als Rednerin kommt man viel rum. In welcher Stadt hatten Sie bisher Ihren schönsten Auftritt und warum?

Den bizarrsten Auftritt hatte ich sicherlich mal in Singapur vor einer Gruppe Investment Banker, die seit drei Tagen im fensterlosen Keller eines 5* Hotels tagten. Diese illustre Runde sollte ich nun aus dem Kellerkoma erwecken und in Sachen Innovation und Entrepreneurship energetisieren. Mein Opener „Welcome to the Dungeon“ erzeugte zumindest Gelächter und in dem Esprit ging es weiter – bizarr. Schön waren viele Auftritte – sehr besonders finde ich immer reine Frauenrunden wie auf dem Spitzenfrauen Wirtschaftskongress mit 400 Top Frauen 2011 in Stuttgart, wo ich über das Thema „Coaching als Karriere-Turbo?“ sprach. Daraus ergab sich ein intensiver Dialog in großer Runde, der sehr persönlich war.

Wer auf der Bühne steht oder im Podium sitzt, steht immer auch im Rampenlicht. Was ist Ihr ultimativer Styling-Tipp?

Da gibt es wirklich gute Expertinnen… Was mich persönlich betrifft, nach zwei Dekaden Hosenanzug habe ich gerade den Rock wieder entdeckt (eine Spätzünderin in diesem Bereich) und trage ihn mit großer Freude in vielen Farben. Meine weißen Designer-Hosenanzüge bleiben aber definitiv im Schrank.

Wie kann auch die erfahrenste Rednerin gegen gelegentliches Lampenfieber ankämpfen?

Mein Motto: Augen zu und durch. Ich denke, dagegen sollte keine von uns arbeiten, höchstens damit auf individuelle Weise umgehen. Atmen schadet nicht, hilft aber auch nicht immer. Meine Variante ist raus, loslegen, tief atmen und schlimmstenfalls intensiv an etwas völlig anderes Positives denken.

Wo und zu welchem Thema hatten Sie Ihren letzten Auftritt?

Beim wunderbaren „Münchner Salon“ zum Thema „BuSINNess 3.0 – innovative Ansätze für die Anforderungen der zukünftigen Arbeitswelt an Unternehmer, Unternehmen, Arbeitende“.


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