„Women Matter: Making the Breakthrough“

Role Models sind Agentinnen des Change-Managements und tragen zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur bei – das ist unser Punkt. Das heißt nämlich auch, dass Toprednerinnen auf den Podien hochkarätiger Veranstaltungen andere Frauen motivieren, im Unternehmen zu bleiben und aufzusteigen. Und weil alle im Markt wissen, dass Unternehmen mit einem höheren Anteil weiblicher Vorstands- und Aufsichtratsmitglieder eine signifikant bessere Performance aufweisen – ob Shareholder Value, die Entwicklung von Aktienkursen, Gewinn und Umsatzzahlen, EBIT oder Eigenkapitalrendite – haben wir gute Argumente.

Seit 2007 forscht McKinsey kontinuierlich zum Thema Gender Diversity – „Women Matter V“, der diesjährigen Bericht, zielt darauf ab, Maßnahmenpakete zu evaluieren, mit denen ein höherer Frauenanteil in Führungs- und Seniorpositionen erreicht werden soll. Dafür werden Programme und Initiativen in 235 Firmen auf den Prüfstand gestellt und bewertet – denn längst nicht alle sind so erfolgreich, wie erwartet.

Den Brain-drain stoppen für eine bessere Performance

McKinsey sieht eine Korrelation zwischen Unternehmenserfolg und Führungsstilen die eher bei Frauen zu finden sind und konstatiert, dass Unternehmen für die beste Corporate Performance den größtmöglichen Talente-Pool brauchen und nicht auf hochqualifizierte Frauen verzichten können. 90% der 235 befragten Unternehmen haben Programme aufgelegt um den Brain-drain zu stoppen. Über 63% dieser Firmen haben inzwischen gleichzeitig mehr als 20 aktuelle Initiativen um die Leaky-pipeline zu den Senior Positionen im Topmanagement zu stopfen. Dazu gehören klare Ziele bei der Besetzung von Führungspositionen mit Frauen in allen Bereichen, Förderung und Fortbildung von Frauen oder zum Beispiel auch Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Aber Initiativen zu implementieren ist offensichtlich nicht gleich zu setzen mit erfolgreichem Diversity Management.

Diversity Management ist Change Management

Für mehr als die Hälfte der untersuchten Firmen gehört Gender Diversity inzwischen zu den Top-Ten der strategischen Unternehmensziele – das sind doppelt so viele Unternehmen wie noch 2010! Der Erfolg entsprechender Initiativen und Programmen wird von vier Faktoren ganz wesentlich beeinflusst: Das Commitment des Topmanagements muss im gesamten Unternehmen klar sichtbar und deutlich kommuniziert werden – Gender Diversity muss zur täglich gelebten Unternehmenskultur werden, Topmanager zu Sponsoren. In jedem Unternehmen gibt es über die soziobiografisch und kulturell bedingten Anlässe hinaus auch noch andere Gründe warum Frauen gehen oder nicht aufsteigen: Hindernisse müssen sauber identifiziert und abgearbeitet werden. Das ist vor allem auch eine Kommunikationsaufgabe – das Thema muss in allen Hierarchie-Ebenen Karriere machen und fortgeführt werden: es geht um die Haltung von Männern und Frauen zur Gender Diversity, um Vorurteile. Dazu gehört die grundsätzliche Wertschätzung von Vielfalt auch in Arbeitszeit-Modellen genauso wie die Schaffung von Rollenvorbildern für Frauen in Senior Positionen. Women-only Lösungen sind da eher kontraproduktiv.

Mit System zum Erfolg – Schritt für Schritt

Für die meisten Unternehmen ist es noch ein weiter Weg, so McKinsey’s „Making the Breakthrough“: Gender Diversity Programme müssen sorgfältig und intelligent implementiert werden, damit der Einsatz zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen eine nachhaltige Wirkung hat. 65% der Unternehmen, die massiv in Diversity investieren, konnten bislang noch kaum eine Wirkung erzielen. Das volle Engagement des Managements, Frauenentwicklungsprogramme, sowie maßgeschneiderte Initiativen, wie HR-Prozesse und Supportmechanismen gehören zusammen und sind Teile eines Systems, die gemeinsam den Corporate Change tragen und zum Erfolg führen. In den vergangenen Jahren stand der Anteil der Frauen in den Verwaltungsräten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, der sich infolgedessen markant erhöht hat – auf Geschäftsleitungsebene allerdings wird der Anteil der Frauen, bei gleich bleibender Dynamik, noch im Jahr 2022 unter 20% liegen. Deutschland ist hier Schlusslicht im europäischen Vergleich mit aktuell 3%!


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