Female Branding – Strategien zur erfolgreichen Markenentwicklung

Was haben Barbara Schöneberger, Nena und Sabine Asgodom gemeinsam? Sie alle sind erfolgreiche Female Brands. Eine eigene starke Marke sein – das ist nicht nur etwas für Prominente, sondern wird auch für Angestellte, Selbstständige und Unternehmerinnen immer wichtiger, weiß unsere Rednerin Maren Westphal. Wir haben mit ihr über Female Branding, Diversity und ihre Erfahrungen als Rednerin gesprochen.

Women Speaker Foundation: Wir vermitteln Frauen als Rednerinnen oder Moderatorinnen, um auf den Bühnen dieser Welt für mehr Vielfalt und Innovation zu sorgen. Was ist Ihre Spezialität?

Maren Westphal: Ich unterstütze erfolgsorientierte Frauen ihre eigene starke Marke zu entwickeln und bekannt zu machen. Hierfür wende ich die Erfolgskriterien und Strategien von starken Marken auf den Mensch als Marke an. Female Branding ist somit ein ganzheitliches Konzept und geht von der Persönlichkeitsentwicklung über Markenentwicklung- und aufbau bis hin zum Selbstmarketing und dem richtigen Marketing-Mix. Ich bin sozusagen eine Mischung aus einer klassischen Brand Managerin und Karrierecoach.

Wie kommt man dazu?

Nach über 15 Jahren im Marketing habe ich eine neue Herausforderung gesucht und mir meinen Traum von der Selbstständigkeit verwirklicht. Meine Kernkompetenzen sind die Markenentwicklung und der Markenaufbau sowie deren Umsetzung und Bekanntmachung mit Hilfe eines kompletten Marketing-Mix Einsatzes. Da ich mehr mit Menschen arbeiten wollte, lag es nahe, meine Kernkompetenzen auf den Menschen als Marke zu übertragen. Für die Spezialisierung auf Frauen habe ich mich entschieden, da ich selber jahrelang Führungskraft war und jetzt selbst als Unternehmerin tätig bin. Ich kann meine Themen somit sehr authentisch und glaubwürdig vermitteln – von Frauen für Frauen.

Die eigene Marke aufzubauen und zu etablieren – wie funktioniert das gerade in Zeiten von Social Media?

Wenn Sie eine Marke erfolgreich aufbauen wollen, dann müssen sie gefunden werden, ansonsten nützt Ihnen das beste Produkt und die beste Verpackung leider gar nichts. Die Möglichkeiten hierfür sind insbesondere durch das Internet und Social Media sehr vielfältig geworden. Dies bedeutet aber nicht, dass man immer auf allen Hochzeiten mittanzen muss. Die Basis für alle Marketingaktivitäten bildet eine langfristige Marken- und Marketingstrategie und entscheidend hierbei ist Ihre Zielgruppe.

Für die Neukundengewinnung ist insbesondere Empfehlungsmarketing essentiell und wird zukünftig auch immer wichtiger. „Menschen vertrauen den Meinungen von Gleichgesinnten bei Kaufentscheidungen drei Mal mehr als Werbung“ (Quelle: Jupiter Research). Achten Sie deshalb von Anfang an darauf, dass sie positive Kundenbeurteilungen, Referenzen, Likes etc. erhalten. Wenn wir heutzutage ein Produkt oder Dienstleistung suchen, dann fragen wir zuerst in unserem Freundes- und Bekanntenkreis nach einer Empfehlung oder googeln gleich im Internet. Nutzen Sie die Macht von positiven Kundenfeedbacks über Social Media und Shopping Portalen für sich.

Diversity, also Vielfalt, leisten sich hierzulande nur ganz wenige Unternehmen. Dabei beweisen Studien immer wieder, dass gemischte Teams wesentlich effizienter arbeiten. Was ist Ihre ganz persönliche Idee, Ihr ganz persönliches Argument, um „bunt“ dem Management schmackhaft zu machen?

Die Studien belegen es seit vielen Jahren immer wieder und auch die „nackten“ Zahlen in den Unternehmen sprechen eine eindeutige Sprache – und dennoch gibt es immer noch viel zu wenige Frauen in Top Führungspositionen. Mit logischem Menschenverstand und unternehmerischem Denken kommen wir hier also leider nicht weiter. Deshalb verfolge ich mit Female Branding den Ansatz, dass die Frauen von sich heraus aktiv in Führungspositionen drängen müssen und Beförderungen auch aktiv einfordern. In meiner beruflichen Laufbahn habe ich es oft erlebt, dass Frauen der Meinung waren, Leistung setzt sich irgendwann schon durch, aber nicht das fleißige Lieschen oder die graue Maus wird befördert, sondern diejenigen, die am lautesten Trommeln. Laut einer IBM-Studie macht Leistung nur 10% bei einer Beförderung aus, 30% sind Auftreten und 60% Networking/Bekanntheitsgrad. Hier haben die Männer uns Frauen immer noch einiges voraus, da sie sich einfach viel besser „verkaufen“ können. Wenn Frauen sich zukünftig als eine Marke verstehen und sich die klassischen Erfolgskriterien und Strategien aus dem klassischen Brandmanagement zunutze machen, dann muss man zukünftig keinem Management „Diversity“ mehr schmackhaft machen, denn dann wird es gelebt.

Wer auf der Bühne steht oder im Podium sitzt, steht immer auch im Rampenlicht. Was ist Ihr ultimativer Styling-Tipp?

Als Markenbotschafterin ist es natürlich wichtig, dass man seine Female Brand markenkonform und optimal repräsentiert. Man sollte immer authentisch sein, sich in seiner Haut wohlfühlen und dem Anlass entsprechend gekleidet sein. Ich persönlich versuche immer mit Accessoires wie Schmuck, einem Tuch oder auch mit Schuhen einen kleinen wiedererkennbaren Akzent zu setzen. Entsprechend eines konsistenten Markenauftritts sind diese Akzente somit meistens in meinen Corporate Designfarben Pink oder Lila.

Wie kann auch die erfahrenste Rednerin gegen gelegentliches Lampenfieber ankämpfen?

Lampenfieber gehört für mich zu jedem Auftritt dazu und deshalb kämpfe ich gar nicht erst dagegen an, sondern habe gelernt es zu akzeptieren. Wichtig ist für mich, dass ich mich immer sehr gut vorbereite, denn das gibt mir nicht nur die nötige Sicherheit, sondern auch eine gewisse Gelassenheit. Vor jedem Auftritt habe ich ein kleines Ritual: Ich visualisiere im Geiste noch einmal kurz meinen Auftritt, erde mich mit einem festen Stand, atme zwei, drei Mal tief ein und aus und gehe dann mit einem Lächeln hinaus auf die Bühne.

Vielen Dank für das Interview!

PS: Mehr über Female Branding von Maren Westphal gibt es am 6. November um 16 Uhr in unserem Webinar.

Mehr Informationen zu diesem Thema auch unter www.female-branding.de

 


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Kommentar(e)

  1. Hallo. Ich bin Arbeitnehmerin und möchte mein Wissen verbreiten und weitergeben. Es ist nur so, dass die Menschen nur bekannten Menschen Glauben schenken, ohne über das Gesagte nach zu denken. Wie kann ich meine Marke bekannt machen bzw. wo fange ich an etc. Ich finde es richtig gut, dass immer mehr über dieses Thema veröffentlicht wird. Vielleicht kann mir jemand helfen.
    Kerstin Reich

  2. Liebe Kerstin,

    vielleicht ist es hilfreich, sich für die Anfangszeit einen starken und in der Branche anerkannten Co-Piloten an die Seite zu holen, also einen Mentor mit entsprechender Reputation in Fachkreisen.

    Wenn beispielsweise in einem Flyer steht, dass „auch Frau/Herr…. das Produkt/die Idee….. positiv bewertet, nachdenkenswert findet, positiv getestet hat….“, kann man einen Teil der Reputation des Anderen auf sich ziehen. Natürlich braucht man diese Ruf-Leihe nur so lange, bis man sich selbst einen guten Namen in der Branche erarbetet hat. Ebenso selbstverständlich ist, dass man die Referenzen nur nach Rücksprache und in Abstimmung mit der anderen Person benutzt.

    Viel Erfolg und beste Grüße,
    Margret Winkler

  3. Guten Abend Frau Reich,

    als Spezialistin für Female Branding beschäftige ich mich genau mit ihrem Thema bzw. Fragestellung: Wie können Sie Ihre eigene starke Female Brand entwickeln und bekannt machen. Schauen Sie doch bitte auf meine Website http://www.female-branding.de und melden Sie sich für den Newsletter an. Sie erhalten dann kostenlos die 10 Erfolgskriterien für eine starke Female Brand. Vielleicht liefert Ihnen das bereits erste Ideen. In Kürze kommen die neuen Webinar Termine. Gerne können wir auch ein 10 minütiges kostenloses Kennenlerncoaching vereinbaren. Meine private E-Mail lautet Maren.Westphal@hamburg.de.
    Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Maren Westphal

  4. Hallo Frau Reich,
    den wichtigsten Schritt haben Sie bereits getan. Ich denke Sie sind mutig und wollen damit auf die Bühne. Gut so. Wollen wir vielleicht die nächsten Tage dazu telefonieren? Neben den guten Tipps der anderen Bloggerinnen kann ich vielleicht noch zusätzliche Hilfestellungen bieten.
    Herzlich,
    Regina Mehler/ Women Speaker Foundation