//2 WER GEWINNT DAS RENNEN?

 

Corinna Conradt

Auf der Poleposition der Agenden von Executives rund um den Globus steht das Thema Innovation: Kapazitäten, Budgets, Prozesse, Output und Return on Invest (RoI). Innovationskraft ist der Schlüssel zu Wettbewerbsfähigkeit und Erfolg – woran auch immer man den messen möchte. Der Entrepreneur, so schon Joseph Schumpeter Anfang des 20. Jahrhunderts, suche seine wirtschaftliche Position durch Innovationen zu verbessern. Es sei der Unternehmergeist, der Innovationen erzwinge und damit Wirtschaftswachstum und sozialen Wandel vorantreibe. Aber wie finde ich Lösungen für Probleme oder Antworten auf Fragen, die noch niemand gestellt hat? Wie organisiere ich die reibungslose „Creatio ex Nihilo“ und wie wird der ständige Zugriff auf Problemlösungen zur Vermeidung von Krisen institutionalisiert? Wie müssen innovative Teams aussehen? So ist es weltweit seit Jahrzehnten ein zentrales Anliegen, herauszufinden, wie Innovationen entstehen, wie man sie forciert und plant – wie erfolgreiches Innovationsmanagement aussieht.

Ein Quantensprung

Natura non facit saltos – die Natur macht keine Sprünge, das ist von Aristoteles, aber spätestens Niels Bohr brachte mit seinem Quantensprung dann zur Systematik auch Ästhetik in die Forschung und erklärte Kreativität und Wissenschaft zu Komplementären des Erkenntnisprozesses – das kreative Chaos hielt Einzug und das menschliche Miteinander als Austausch von Energie gewann ebenfalls an Geltung. Letztlich sind es Menschen, die gemeinsam mit anderen Lösungen finden, Neues erdenken, Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Sie haben in einem Team unterschiedliche Qualifikationen, unterschiedliche Rollen im Prozess und jeweils andere Perspektiven und Erfahrungen – möglichst. Es liegt auf der Hand, dass eine Vielfalt an Perspektiven dem Innovationsprozess zugute kommt. Man hat auch erforscht, welche Eigenschaften und Befindlichkeiten der einzelnen Teammitglieder sich positiv auf den Prozess auswirken: Selbstbewusstsein, persönliche Initiative, Sensibilität anderen gegenüber, eine positive Grundstimmung, die Fähigkeit, andere einzubeziehen, Zufriedenheit mit Leben und Karriere, die Wertschätzung der eigenen Arbeit und das Commitment zum Unternehmen.

Der Team-Marathon

In der Studie der London School of Economic: “Innovative Potential – Men and Women in Teams” (2007) wurde nun folgerichtig auch untersucht, ob die Zusammensetzung der Teams, die an Innovationen beteiligt sind und Entscheidungen treffen, einen Einfluss auf die für den Prozess relevanten Eigenschaften bei den einzelnen Teammitgliedern hat. Oder auch: kann man die Effizienz und den Output dieser Teams steigern, indem man hier einem bestimmten Muster folgt? Die Antwort war sehr klar und eindeutig: Man kann! Alle relevanten Parameter waren dann am günstigsten – abzulesen am Peak der Kurven im Diagramm – wenn die Innovations-Teams zur Hälfte aus Männern und zur Hälfte aus Frauen bestanden.

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Best Practice: Klares Ergebnis nach wissenschaftliche Standards – als hätten wir es geahnt: Wir sind dann am besten, wenn Frauen und Männer zusammen arbeiten, auf Augenhöhe. Aber entspricht das Ihren Erfahrungen? Wie sieht es in den Unternehmen aus? Wie sieht es bei Ihnen aus?  Was ist Ihre Best Practice für innovative Ergebnisse? Über Kommentare und Diskussionsbeiträge würden wir uns sehr freuen!

Unter Verwendung von Details zur Innovationsgeschichte aus dem hörenswerten Beitrag: „Wie kommt das Neue in die Welt“, von Dr. Norbert Seitz und Dr. Matthias Sträßner, Deutschlandfunk Köln, gesendet 25./26. Dezember 2013

 

 


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