Summit Insights

„Mein wunderbarer Arbeitsplatz“

Was haben Harley Davidson, das belgische Sozialministerium, eine französische Keksfabrik, ein indischer Großkonzern und ein amerikanischer Anbieter von Outdoor-Kleidung gemeinsam? Die Mitarbeiter organisieren dort ihre Arbeit selbst. Aber was bedeutet das genau? Arte wiederholt am 18. März die Dokumentation über Mitarbeiter und Chefs ganz unterschiedlicher Unternehmen und Behörden vor allem auch in Europa, die schon heute erfolgreich in innovativen, partizipativen Strukturen arbeiten. Die Globalisierung hat den Innovationsdruck auf die Unternehmen erhöht und die Digitalisierung revolutioniert die Arbeitsplätze. Eine Antwort auf diese Herausforderungen sind demokratische Strukturen: Vertrauen, Freiheit und Kreativität stärken die Mitarbeiterbindung und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf dem globalen Markt. Ein interessanter Aspekt unseres Summit-Themas „Innovationskraft durch Demokratisierung und Partizipation“ und unbedingt sehenswert: am 18. März um 9 Uhr oder danach auf ARTE+7

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Social Media

Frauen zählen:  #brandeins

Frauen sind in den Wirtschaftsmedien unterrepräsentiert – warum sollte das bei brand eins anders sein? Wirtschaftliche Macht und Besitz sind überwiegend in den Händen von Männern, über die hier eben auch berichtet wird. Das gleiche gilt für die Bühnen von Messen, Kongressen und Podiumsdiskussionen: Frauen sind weit weniger sichtbar. Interessant, dass die massive Kritik an diesen Verhältnissen nun ausgerechnet einen Titel trifft, der hier eher als positives Beispiel zu Buche schlägt, sowohl, was die Anzahl der Redakteurinnen als auch die weibliche Führung oder die Anzahl der Frauen, über die berichtet wird, angeht. Kann es sein, dass wir von Frauen in der Führungsrolle grundsätzlich mehr erwarten und einfordern als von Männern?

Nein, wir haben diese Diskussion mit all ihren Facetten noch lange nicht hinter uns gelassen: nur ganz langsam geraten die Verhältnisse in Bewegung und immer wieder gibt es Roll-backs. Dabei kann es eigentlich nicht mehr um „die Geschlechterdebatte“ gehen, sondern vielmehr geht es heute um einen notwendigen und grundlegenden Wertewandel, eine Veränderung, in deren Zentrum die Vielfalt steht, die unsere Gesellschaft innovativer, zukunftsfähig und fit für den Wettbewerb macht.

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Frauen und Innovation

//3 INNOVATIONSMANAGEMENT: PROJEKT „LEAKY PIPELINE“

Corinna Conradt

Es liegt nicht an der Ausbildung: über die Hälfte der Absolventen an deutschen Hochschulen sind Frauen, EU-weit sind es 59%, aber nur ein Drittel aller Führungspositionen sind weiblich besetzt und nur 2,4% im Topmanagement der 500 größten deutschen Unternehmen. Es liegt auch nicht an der Art der Qualifikation: in Deutschland rekrutiert sich der überwiegende Teil der Vorstandsposten aus BWLern und Juristen – Fächer, in denen die Abschlüsse unter Männern und Frauen gleichmäßig verteilt sind. Wir sprechen hier also auch von einer „Leaky Pipeline“: Wo sind all die ambitionierten, intelligenten und talentierten Frauen geblieben? Wo scheren sie aus, wo geben sie auf, wann ziehen sie sich zurück aus ihrer vielversprechenden Karriere und warum?

Den „Brain Drain“ stoppen – ein Milliardenprojekt

Was bedeutet es für ein Unternehmen oder für eine Institution, wenn ausschließlich Männer an der Spitze stehen? Es heißt: hier sitzen nicht die besten Köpfe ihres Faches, weil der Pool bereits vor der Auswahl halbiert wurde. Einfache Rechnung: kein Unternehmen, das innovativ ist und sich im Markt behaupten muss, kann es sich leisten, 50% der besten Köpfe den Wettbewerbern zu überlassen – national wie international. Nicht „Political Correctness“ (PC) steht also bei der Suche nach weiblichen Talenten im Vordergrund, sondern der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Institutionen und Unternehmen aber sind für Frauen weit weniger interessant, wenn sie eine männliche Managementkultur beim potentiellen Arbeitgeber vermuten. Weiterlesen

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Frauen und Innovation

//2 WER GEWINNT DAS RENNEN?

 

Corinna Conradt

Auf der Poleposition der Agenden von Executives rund um den Globus steht das Thema Innovation: Kapazitäten, Budgets, Prozesse, Output und Return on Invest (RoI). Innovationskraft ist der Schlüssel zu Wettbewerbsfähigkeit und Erfolg – woran auch immer man den messen möchte. Der Entrepreneur, so schon Joseph Schumpeter Anfang des 20. Jahrhunderts, suche seine wirtschaftliche Position durch Innovationen zu verbessern. Es sei der Unternehmergeist, der Innovationen erzwinge und damit Wirtschaftswachstum und sozialen Wandel vorantreibe. Aber wie finde ich Lösungen für Probleme oder Antworten auf Fragen, die noch niemand gestellt hat? Wie organisiere ich die reibungslose „Creatio ex Nihilo“ und wie wird der ständige Zugriff auf Problemlösungen zur Vermeidung von Krisen institutionalisiert? Wie müssen innovative Teams aussehen? So ist es weltweit seit Jahrzehnten ein zentrales Anliegen, herauszufinden, wie Innovationen entstehen, wie man sie forciert und plant – wie erfolgreiches Innovationsmanagement aussieht. Weiterlesen

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