„NEUE PAARE“ IN FÜHRUNG

Es ist Zeit, das Rabenmutter-Phantom zu verabschieden und es in die Mottenkiste der Sozialgeschichte zu stecken. Die Wahl des „richtigen“ Partners ist die wichtigste Karriere-Entscheidung einer Frau, sagt Sheryl Sandberg, Facebook CEO und Autorin, in ihrem Buch „Lean in“. Dual Career ist zum Vorbild geworden und steht hoch im Kurs. Die Chance für Männer: Life-Balance ist die beste Burn-out-Prävention und trägt zum Lebensglück bei. „Wenn männliche Führungskräfte mehr Freiraum für familiäre Interessen fordern, können sie das Väterthema durch ihr Beispiel im Unternehmen und in der Gesellschaft mehr voranbringen, als zahlreiche Verlautbarungen und Absichtserklärungen.“, so Kathrin Walther und Helga Lukoschat in ihrer Studie (2008) „Kinder und Karrieren: Die neuen Paare“.

InKlusion ist ein Männerthema

Die zentrale Erkenntnis über Mütter in Führungspositionen, aus der Vorgängerstudie war, „dass erfolgreiche Mütter männliche Partner an ihrer Seite haben, die ihre Frauen in jeder Beziehung unterstützen und bereit sind, ebenfalls eine aktive Rolle in der Familie auszuüben.“ Die „Neuen Paare“ haben Vorbildcharakter und Ausstrahlung, sie sind ein Zukunftsmodell und – jedenfalls wenn sie gefragt werden – glücklicher, weil sie einander aus eigenem Erleben der gleichen Probleme mehr Verständnis entgegenbringen.

Teilen macht glücklich

Frauen in Führungspositionen sind Merkmal eines erfolgreichen Unternehmens, wie Studien der Deutschen Bank und Credit Suisse belegen, gemeinsam sind Männer und Frauen im Team am innovativsten – und (statistisch gesehen) am glücklichsten, wenn in einer Beziehung beide Karriere machen und sich die Familienarbeit teilen. Aber wie ist es mit den Vollzeit-Standards für unteilbare Führungspositionen? Auch da gibt es kluge Modelle und seit 60 v.Chr. in Rom bereits das Triumvirat eingeführt wurde, ist das doch eine Frage der Organisation, oder?

Eventuell hat Frau Sandberg auch erst im nachhinein erkannt, wie wichtig die beiderseitige Verlässlichkeit und das Teilen der Verantwortung für sie ist – man merkt es ja auch erst später, wenn man die „falsche“ Wahl getroffen hat – aber genau darum geht es: Ziele setzen und die Verantwortung für die eigenen Ziele übernehmen, indem man tut was richtig ist, um sie zu erreichen. Dazu gehört, die „Herrschaft“ über Heim und Herd zu teilen und tief verwurzelte Klischees gründlich zu hinterfragen. Dazu gehört auch, selbstbewusst in die eigene berufliche Zukunft zu investieren.

 


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