Interview

Eros, Geld, Kultur – oder doch die Gene?

Was prägt  unser Verhalten so nachhaltig, dass es uns schwer fällt, neue Rollen zu leben? Die Tagung „XXY ungelöst. Zukunft 2060 – Aussichten für Männer und Frauen“ wird in vieler Hinsicht ungewöhnlich. Es ist die erste Konferenz, die von einem Männer- und einem Frauenverband gemeinsam organisiert wird. Die eingeladenen Referenten und Referentinnen stehen an ungewöhnlicher Stelle im (Berufs-)Leben: auf der Agenda sind  u.a. Vorträge von Margarete Koppers, Polizeivizepräsidentin von Berlin, und von Burlesque-Tänzer Xavier Sanchez. Sie werfen aus ihrer Perspektive einen Blick in das Jahr 2060.

DownloadWir sprachen mit Henrike von Platen, Präsidentin des Business and Professional Women (BPW)  Germany e.V.

WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Das Frauen-Netzwerk Business and Professional Women (BPW)  Germany e.V.  wird am 31. Oktober eine Tagung gemeinsam mit dem Bundesforum Männer veranstalten – das ist ein radikal neuer Ansatz: Was ist Ihre Intention dahinter?

Henrike von Platen: Statt dass Männer und Frauen in getrennten Netzwerken sich weiterhin an den jeweiligen Feindbildern vom anderen Geschlecht abarbeiten, wollen wir gemeinsam die Eckpunkte für eine für beide Geschlechter erstrebenswerte Zukunft abstecken. Klingt utopisch, ist auch so.

WOMEN SPEAKER FOUNDATION: XXY ungelöst – wie wird der Tag aussehen, worum wird es gehen?

Henrike von Platen: Referenten und Referentinnen werden zum Thema Männer und Frauen einen Blick ins Jahr 2060 werfen: rosige Zukunftsvision oder düsteres Schreckensszenario? Das ist die Ausgangslage für die Themen des World Cafés. Dessen Ergebnisse werden in Podiumsrunden dem Plenum vorgestellt und durch weitere Experten und Expertinnen ergänzt.

WOMEN SPEAKER FOUNDATION: World Café, das bedeutet Arbeit, konkret werden, Austausch – was werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitnehmen?

Henrike von Platen: Partnerschaftlichkeit ist in aller Munde – gehört bis jetzt aber in die Privatsphäre von Paaren. Was die Aufgabe von Gesellschaft und Politik ist, wie Rollenbilder verändert werden müssen, um Partnerschaftlichkeit Wirklichkeit werden zu lassen, steht als Ergebnis am Ende der Tagung. Aug‘ in Aug‘ paritätisch erarbeitet von Männern und Frauen für Männer und Frauen.

Tagung des Business and Professional Women  (BPW)  Germany e.V. und des Bundesforum Männer e.V.
Am Samstag 31. Oktober 2015 
im Hotel Aquino – Tagungszentrum,
Hannoversche Str. 5 in 10115 Berlin

Über den BPW Germany

Mit 40 Clubs und rund 1.800 Mitgliedern ist der Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. eines der größten und ältesten Berufsnetzwerke für angestellte und selbständige Frauen in Deutschland. online karten Seit 1930 ist es Ziel des gemeinnützigen Verbands, Frauen branchen- und grenzüberschreitend zu vernetzen und gleichberechtigte Karrierechancen in der Wirtschaft durchzusetzen.

 … ODER DOCH „UNCONSCIOUS BIAS“?

IsisAnchaleeWenger

#Ilooklikeanengineer 
Die Programmiererin Isis Anchalee Wenger ruft per Twitter-Aktion dazu auf, zu zeigen, dass nicht alle dem Klischee des weißen Entwicklers entsprechen.

Post von Sheryl Sandberg: Managing Unconscious Bias

sheryl_sandbergFacebook habe in Zusammenarbeit mit führenden Forschern ein Trainig entwickelt, um Mitarbeiter bei der Bearbeitung ihrer unbewussten Vorurteile zu unterstützen, so schreibt Sheryl Sandberg in ihrem  Post. Dieses Training ist jetzt in mehreren Videos im Facebook Newsroom veröffentlicht. Als Initiation sollten die Teilnehmer vorher einen Harvard-Test machen, der die Intensität der eigenen „Unconscious Bias“ aufzeigt und in Relation zu allen Teilnehmern des Tests setzt – also den persönlichen Handlungsbedarf klar macht: Der Test dauert ca. 10 Minuten und ist recht aufschlussreich.

Wirtschaftliche Schäden durch Rollenklischees

„Unbewusste Vorannahmen“, so die Übersetzung, schaden Männer, Frauen und den Unternehmen, für die sie arbeiten. Es handelt sich dabei um stark veraltete biologische Mechanismen aber Unconscious Bias sind ein erfolgskritischer Wirtschaftsfaktor: zum Thema gibt es auf der Seite der „Charta der Vielfalt“ mehrere wissenschaftliche Artikel u.a. von einer Wirtschaftspsychologin und einem Neurowissenschaftler.

 

Interview

W&V-Frauen-Netzwerk: Interview mit Regina Mehler

WSF-Gründerin Mehler: „Gemischte Teams funktionieren besser“

Ohne Männer geht es nicht. Auch die Frauen-Power hat da ihre Grenzen. „Innovationskraft durch Demokratisierung und Partizipation“ lautet daher das Motto des Women Speaker Foundation Summit 2015, bei dem am 7. und 8. Mai in Frankfurt am Main männliche und weibliche Manager zusammenkommen. Ziel ist es, durch einen höheren Anteil an Frauen in Führungsetagen für mehr größeren Unternehmenserfolg zu sorgen. Das W&V Frauen-Netzwerk sprach dazu mit Regina Mehler, Initiatorin des Summit

und Gründerin der Women Speaker Foundation.

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Frau Mehler, das Motto des Summit der WSF lautet dieses Jahr: Innovationskraft durch Demokratisierung und Partizipation. Was ist damit gemeint?

Für den diesjährigen Summit haben wir ein Thema gewählt, dass von Frauen wie Männern in Führung gleichermaßen Veränderung einfordert. Durch mehr Mitsprache von Mitarbeitern und Kollegen wird sich der Managementstil verändern. Diese Herausforderung wollen wir auf Augenhöhe diskutieren. Und dafür haben wir mit der Deutschen Bahn einen Partner gefunden, der geübt und versiert ist im Change Management. Wir sind gespannt auf die verschiedensten Blickwinkel, die sich in den Diskussionen ergeben werden. Weiterlesen

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Interview

Lion Leadership und Business Excellence

Interview mit Kerstin Plehwe – The power of InspirAction 

Als Medienprofi und Vollblutunternehmerin inspiriert und motiviert Kerstin Plehwe Unternehmen weltweit mit ganz persönlichen Erfahrungen, klugen Analysen und wichtigen Innovationsimpulsen. Die Mischung aus Charme und souveräner Kompetenz, mit der sie auf der Bühne steht, kennt man aus ihren Fernsehbeiträgen: Es geht um Erfolg und Führung, um Innovation, Veränderungen und den überlebenswichtigen Perspektivwechsel auf allen Ebenen von Unternehmen. Und sie lebt selbst, wovon sie auf internationalen Vortragsbühnen spricht – als Managerin, langjährige Unternehmerin, Top-Beraterin von Politik und Wirtschaft,  Bestsellerautorin und Rangerin in Afrika.

 WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Als Unternehmerin sind Sie auf Augenhöhe mit dem Management und sie haben den Anspruch, mit Ihren Vorträgen etwas zu bewirken.

Plehwe, KerstinKerstin Plehwe: Ich werde nicht gebucht, weil die Themen über die ich spreche einzigartig wären – viele reden über Innovation, Veränderung oder Führung. Ich werde gebucht weil ich als Unternehmerin viele Jahre selber erlebt habe, mit welchen Problemen sich Führungskräfte heute herumschlagen müssen, welche Schwächen Unternehmen im Lauf der Zeit am Markt entwickeln und ich habe durch viele Mandate weltweit kluge und innovative Lösungsansätze sehen dürfen. Ich denke, man muss das Rad heute nicht neu erfinden aber immer wieder über den Tellerrand schauen, offen sein für neue Impulse und diese dann auch konsequent umsetzen. Dabei helfen meine Vorträge und Bücher, so hoffe ich zumindest …

WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Sie sind ein Medien- und Kommunikationsprofi…

Kerstin Plehwe:  Wenn Sie mehr als 20 Jahre Kunden in diesem Bereich begleiten,  lange Fernsehen machen und etliche Bücher schreiben, haben Sie viele Erfahrungen und gerade die Politik ist da ein wunderbarer Lehrmeister gewesen. Ich habe beispielsweise für N24 mit Dieter Kronzucker die US Präsidentschaftswahlkämpfe analysiert und den hochspannenden Wettkampf zwischen Hillary Clinton und Barack Obama miterlebt, da kann jeder Manager, Geschäftsführer und Marketingexperte im Bereich Strategie, Kommunikation, Vertrauen und Innovation viel lernen. Weiterlesen

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Interview

HABEN SIE ANGST VOR KRISEN?

Ein Gespräch mit Dr. Gerlinde Manz-Christ

Dr. Gerlinde Manz-Christ war Regierungssprecherin in Liechtenstein und als Diplomatin für Österreich in New York, Tel Aviv und Dakar tätig. Sie vermittelt in ihren Keynotes Strategien und Techniken aus der Welt der Diplomatie mit einem speziellen Fokus auf der Krisenkommunikation. Ziel ist es, Unternehmen und der Politik Erfolg versprechende Optionen fürs Handeln in der Krise aufzuzeigen. In ihren Vorträgen behandelt Manz-Christ das schwierige Thema sehr anschaulich, pragmatisch und stets mit Blick auf die Umsetzung in der Praxis. An dem im Dezember erschienenen Buch „Chefsache Prävention“ hat sie mit ihrem Beitrag „Krisenprävention – Aus Krisen lernen und gewinnen“ maßgeblich mitgewirkt.

WOMEN SPEAKER FOUNDATION:  Public Diplomacy – das klingt nach interkultureller Kompetenz und viel Fingerspitzengefühl. Wo lagen Ihre Schwerpunkte im diplomatischen Dienst?

ManzChrist_Portrait_065Dr. Gerlinde Manz-Christ: Als Diplomatin und als Regierungssprecherin für Liechtenstein habe ich immer wieder Krisen erlebt. Dabei wurde ich anfangs ins kalte Wasser geworfen und musste schnell lernen, mit den teilweise sehr komplexen Situationen umzugehen und rasch zu handeln. Beispielsweise ist es wichtig, emotional angemessen zu reagieren, sich gegenüber allen Ansprechpartnern professionell zu verhalten, die Ruhe zu bewahren und in jedem Augenblick das gerade Geforderte zu tun. Außerdem gilt es, alle Beteiligten sowie Betroffene in den Prozess zu integrieren. All das hat mir einen riesigen Schatz an Erfahrungen verschafft, von dem ich jetzt profitiere und der mich in die Lage versetzt, speziell Krisenkommunikation vermutlich authentischer zu vermitteln als andere Trainer und Redner. Wenn ich ein Unternehmen berate, das sich in einer Krise befindet, dann weiß ich genau, wie sich das anfühlt. Dafür braucht man Empathie, aber eben auch den Background eigener Erlebnisse – und natürlich theoretisches Wissen, das ich mir in den vielen Jahren als Diplomatin angeeignet habe.

WOMEN SPEAKER FOUNDATION:  Die Krise ist oft ein Wendepunkt. Sie kann sich zur Katastrophe oder aber zum Guten entwickeln. Sie betrachten die Krise als Chance?

Cover_Chefsache Prävention IIDr. Gerlinde Manz-Christ: Ja, obwohl man die Chance im Augenblick der Krise sehr oft nicht sieht. Man fragt sich stattdessen, warum man gerade jetzt in eine solche Situation geraten ist, hadert also mit dem Schicksal. Ich habe aber in meinem Leben gelernt, dass so gut wie jede Krise etwas Gutes bewirken kann. Das gebe ich ebenso an meine Zuhörer und Kunden weiter wie die Erkenntnis, dass gelungene interkulturelle Kommunikation immer entscheidender wird – gerade in Krisen. Basis für optimale Kommunikation über kulturelle Grenzen hinweg ist es, die eigene Position nicht als allgemeingültig zu betrachten und die Dinge nicht allein vor dem Hintergrund des eigenen Kulturkreises zu analysieren. Andere Menschen sind unter anderen Bedingungen, mit anderen Werten, mit einem anderen Umfeld aufgewachsen. Wer das anerkennt, der hat es leichter, wachsam zu sein und die eigenen Einstellungen zu hinterfragen. Er achtet darauf, was seinen Gesprächspartner geprägt hat und nimmt darauf Rücksicht. Das ist für eine gute Kommunikation unerlässlich. Und auch wenn ich von interkultureller Kompetenz gesprochen habe, ist Verständnis für das Gegenüber nicht nur beim Umgang mit Menschen aus fernen Ländern relevant. Wer mit dem Kollegen aus dem Nachbarbüro spricht, sollte ebenfalls ein wenig dessen Biografie im Kopf haben. Weiterlesen

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Interview

Julia David, Expertin für bewussten Wandel

WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Frau David, Sie kommen aus der Wirtschaft und arbeiten mit Spitzensportlern und mit Managern, wie würden Sie Ihre Strategie als Coach, Beraterin und Rednerin auf den Punkt bringen?

Julia_DavidJulia David: Ich bin Expertin für bewussten Wandel und bringe Menschen vom bloßen Funktionieren ins bewusste Schaffen. Dabei geht es um Selbstwahrnehmung und um Selbstführung, denn wer sich selbst führt, kann auch andere führen. Das ist der Aspekt, auf den alles weitere dann aufbaut. Ich begleite Menschen in Veränderungsprozessen. Das tue ich zum einen als Rednerin, als Beraterin und als Coach. Ich arbeite mit Techniken beispielsweise aus dem Mentalen Training, aus dem NLP oder mit der Motiv Struktur Analyse (MSA).

Als Expertin für bewussten Wandel ist es mir wichtig, Menschen in erster Linie Bewusstsein und Wahrnehmung für sich selbst zu vermitteln. Durch die Wahrnehmung kommen Menschen in ihre Emotionen und durch die Emotionen in die Veränderung – wir lernen nur da, wo wir fühlen. Das ist mein Kernpunkt, das tue ich zum einen im Spitzensport, im Motorsport wie auch im Fußball, das sind die beiden Hauptsportarten, auf die ich mich spezialisiert habe. Das tue ich auch mit Führungskräften. Am Ende ist das ein Stück weit die Persönlichkeitsentwicklung, die dann zur Führungsentwicklung, zu einer verbesserten Kommunikation und einer Einheit in einem Team führt. Wenn ich mich mehr wahrnehme, achte ich auch viel mehr auf mich. Durch das Bewusstsein geht es auch immer um die Selbstführung – wie führe ich mich selbst in den Bereichen Gesundheit, Führung aber auch meinen Geist, wie kontrolliere ich meine Gedanken.

WOMEN SPEAKER FOUNDATION: Aus dem Spitzensport ist sicher einiges auf die Wirtschaft übertragbar… Weiterlesen

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Interview, Presseartikel

„Viele Frauen haben es sich in der Mitte ganz schön gemütlich gemacht“

Monique Siegel im brand eins Interview mit Gabriele Fischer

Das ist eine kurze Zusammenfassung des kontroversen und unbedingt lesenswerten Gesprächs im neuen Heft.


„So viele hoch qualifizierte Frauen verlassen die Universitäten, Fachkräfte werden überall gesucht, und nie waren die Chancen besser – dennoch reden viele Frauen am liebsten über die Nachteile, die ihr Geschlecht mit sich bringt.“, sagt Monique Siegel. Frauen könnten alles erreichen – aber sie müssten es wollen. “ Was ich den Frauen verüble, ist, dass ihre Gedanken oft nur um den eigenen Bauchnabel kreisen.“ Niemand kriege alles, so Monique Siegel weiter, auch Männer müssten verzichten, wenn sie Spitzenjobs haben wollten.

Sind Frauen die besseren Manager?

Monique_SiegelAuf diese Frage antwortet Monique Siegel: „Diversity ist der bessere Manager – wir brauchen die Ergänzung, die Vielfalt. Es gibt gute und schlechte Manager in beiden Geschlechtern, es gibt Zicken und Despoten. Es gibt Frauen, die andere Frauen fördern, aber auch solche, die neidisch sind, und wir müssen lernen damit zu leben.“ Der Zynismus und die absurden Wetten darauf, dass jemand verliert, die Jagd nach immer höheren Boni in der Finanzkrise seien Auswüchse einer Monokultur. Inzwischen gebe es eine Menge Studien von McKinsey, Boston Consulting, Deutsche Bank, die alle zu dem Schluss kämen, dass es profitabler sei, „Wenn Frauen und Männer ein Unternehmen gemeinsam führen.“ Es gehe eher um Ökonomie als um Frauenförderung: Monique Siegel ist mittlerweile für eine auf fünf Jahre begrenzte Quote, „Offenbar brauchen Männer einen gewissen Druck, um ihr Unternehmen profitabel zu machen.“

Die Frauenfrage in der Generation Y

Auf die Frage, ob es die Frauenfrage in zehn Jahren noch geben werde, antwortet die Trendanalytikerin: „Nein.“, weil die Generation Y ganz andere Probleme haben werde und zum anderen, weil die neue Generation mit dem Thema entspannter umgehe und ähnliche Ziele habe. „Auch

junge Männer wollen Zeit für ihre Familie haben, die alten Konkurrenzspiele öden sie an und mit den Statussymbolen ihrer Väter können sie wenig anfangen.“ Sie müssten nur wie die Frauen lernen, ihre Forderungen einzubringen und die Tatsache zu nutzen, dass sie in einer starken Position seien.

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Interview, Veröffentlichungen unserer Rednerinnen

„Selbstbewusstsein“: Interview mit Bettina Stackelberg

Women Speaker Foundation. Frau Stackelberg, herzlichen Glückwunsch zum Erscheinen Ihres neuen Buches mit dem Titel „Selbstbewusstsein. Wege zu mehr Stärke, Erfolg und Lebensqualität“!  Was ist Selbstbewusstsein, wofür ist das wichtig und ist es genetisch festgelegt, wieviel uns davon zur Verfügung steht, oder kann man das lernen?

Bettina StackelbergBettina Stackelberg: Auf jeden Fall kann man’s lernen. Da ich ja vom Studium her Germanistin bin und somit sehr sprachverliebt, sehe ich Selbstbewusstsein etwas anders als es landläufig verstanden wird. Normalerweise sagt man: „Der ist selbstbewusst, das ist der erfolgreichste, tollste und beste.“ Ich verstehe es wirklich im wahrsten Sinne des Wortes: sich seiner selbst bewusst sein. Das heißt also, ich kenne mich aus mit mir. Ich kenne meine Stärken, ich kenne meine Schwächen und ich bin im Frieden damit und „aufgeräumt“. Es ist ein furchtbar spannendes Thema, sich selber immer besser kennenzulernen, sich selber auch immer mehr auf die Schliche zu kommen. Das kann mir in jedem Lebensbereich helfen – im privaten ebenso wie im beruflichen. Es hilft dabei Frieden zu finden, Gelassenheit und mehr in mir selbst zu ruhen, weil ich nicht mehr so schrecklich viel beweisen und mich auch nicht mit anderen vergleichen muss. Unser Selbstbewusstsein ist ein sehr spannendes und sehr nützliches Tool.

Women Speaker Foundation. Ich habe in Ihrem Buch viele Übungen gefunden, bei denen es darum geht, ganz konkret etwas zu tun. Darin sehe ich verschiedene Techniken aus Coaching und Psychologie und anderen Bereichen, ganz praxisnah, ganz alltagstauglich. Das heißt, ich kann was machen, ich kann üben, kann trainieren. Sie geben mir Tools an die Hand, die mich dazu bringen, der Sache auf den Grund zu gehen und Selbstbewusstsein zu entwickeln.

Bettina Stackelberg: Das ist der entscheidende Punkt daran: Wenn wir im „Ich-denke-über-mich-nach“ stecken bleiben, dann werden wir davon noch lange nicht „lebensfit“. Dann sitze ich im Stillen Kämmerlein und mache mir Gedanken – das ist natürlich ein erster Schritt, aber, das haben Sie sehr schön herausgelesen, mir geht es um Praxistauglichkeit. Sonst steht man vor diesem Berg, „ich-werde-jetzt-ein-anderer-Mensch-HILFE-wie-mach‘-ich-das“. Es geht wirklich um kleine konkrete Schritte. Was kann ich die nächsten Stunden sofort tun? Weiterlesen

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Interview

W&V Interview mit Regina Mehler

Heidi und Howard oder: Ehrgeiz ziemt sich nicht

„Männern und Frauen fällt es schwer, Ehrgeiz bei Frauen zu akzeptieren, den man bei Männern durchaus als passend, vorbildlich und positiv bewertet. Es liegt nicht nur daran, dass Frauen in den eigenen Gehaltsverhandlungen schlechter wären, nein: weder Männer noch Frauen gehen auf Forderungen von Frauen in der gleichen Weise wohlwollend ein wie bei männlichen Kollegen.“ sagt Regina Mehler im Interview mit Irmela Schwab vom Frauennetzwerk der Zeitschrift W&V. Lesen Sie das ganze Interview auf den Seiten der W&V.

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Allgemein, Interview

Kannibalisierung des klassischen Werbemarktes durch den Mobile-Kanal

Die Schnelle, zielgerichtete Informationsbeschaffung unterwegs – das ist nur ein Szenario für die Nutzung der Mobile-Kanäle. Responsive Design war nur der Anfang: Mobile-Kanäle bieten eigene Usecases und stellen neue Anforderungen, wenn man das Potenzial vor allem im M-Commerce nutzen will.

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Sabine Haase, Rednerin der WOMEN SPEAKER FOUNDATION, ist eine der Panel-Teilnehmerinnen beim LEAD digital Experts Talk „Mobile Creativity“ am kommenden Donnerstag, 20.06.2013 in München. Sie wird dort unter anderem mit Holger Mews, Commercial Director Central Europe von Adobe und Stephan Theiß, Geschäftsführer bei Gelbe Seiten Marketing über die Potenziale, die Nutzungsszenarien und Monitoring-Methoden im Mobile-Marketing diskutieren. Sabine Haase ist Expertin für Internet, New Media, Online/Performance Marketing und eCommerce. Seit 2011 ist sie Geschäftsführerin und Chief Executive Officer der Scout24 Services GmbH, die als Teil der Scout24-Gruppe innovative Online-Plattformen betreibt und entwickelt. Zum Portfolio gehört u.a. die mobile Freizeit-App Spontacts.

Lesen Sie das Interview mit Sabine Haase auf LEAD digital.

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Allgemein, Interview

Werte, Transparenz und Glaubwürdigkeit – in allen Bereichen der Unternehmenskommunikation

Philine von SellUnser Interview mit Philine von Sell

Sie ist vielfach ausgezeichnete Regisseurin und Fotografin, ehemalige Professorin, Produzentin und Gründerin der Circle of Values Communication GmbH und sie initiierte eine Begabtenförderung in den Townships von Südafrika. Philine von Sell verkörpert als Expertin für nachhaltige Unternehmenskommunikation, mit ihrem Handeln als Unternehmerin sowie mit ihrem sozialen Engagement Integrität und Glaubwürdigkeit. Wir sprachen mit ihr über Werte, Nachhaltigkeit und Authentizität in der Unternehmenskommunikation. Weiterlesen

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